Editorial

Ein Bolzplatz für 40.000
„Ruhr-in-Love ist anders“ sage ich. Volker lässt nicht locker : „Aha, anders. Und was bitteschön ist an Ruhr-in-Love so anders als bei anderen Festivals?“ Ohne lange nachzudenken sprudelt es aus mir heraus: „Du kannst auf 35 verschiedenen Open-Air-Floors feiern. Über 300 DJs legen auf. Wenige Headliner, dafür viele spannende Newcomer und Residents. Voll undergroundig. Ruhr-in-Love ist sowas wie der Bolzplatz der elektronischen Musik. Bei welchem Groß-Event kannst Du Dir denn noch direkt beim DJ einen Track wünschen? Oder auf der Bühne mitfeiern, so wie ich letztes Jahr!“
„Die Floors werden alle völlig unabhängig und individuell von ganz verschiedenen Leuten aus der Szene gemacht“ fahre ich fort. „Das ist auch alles nicht so super professionell, dafür aber echt und authentisch. Da gibt es keine choreographierten Shows, wo am Ende alle in Weiß tanzen...
Alle sind mit Leidenschaft, Idealismus und Herzblut dabei, stellen ein LineUp auf die Beine und trommeln ihre Community zusammen. Keine Monster-Aufbauten oder Technikschlachten, sondern einfach 'ne amtliche P.A., coole Leute und fette Deko. Auf jedem einzelnen Floor herrscht die Atmosphäre einer illegalen Privat-Party. Trotzdem feiern hier 40.000 Menschen. Sau lustig was Du da für Typen siehst.“
„Ruhr-in-Love ist also das elektronische Familienfest“ sagt Volker, als wolle er seinen eigenen Worten noch nicht so ganz trauen. „Genau, und Du bist der neueste Buddy.“
Jenny, Oberhausen


